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Zwischen Kindern & Weihnachtskeksen: Wie du Balance in die Feiertage bringst

Ich liebe die Weihnachtszeit! Und das nicht nur wegen Weihnachten an sich. Die Tage vor Heiligabend haben einen ganz besonderen Zauber, denn sowohl mein großer Sohn als auch ich haben da Geburtstag! Was die Sache zwar schön, aber nicht unbedingt einfacher macht.


Denn wie wir alle wissen - die Tage im Dezember sind voll. Voll mit Süßigkeiten vom Nikolo, aus dem Adventkalender, von selbstgemachten Weihnachtskeksen und Co. Und ich gebe es ehrlich zu - es stresst mich. Nicht nur als Diätologin, sondern vor allem als Mama. Denn womit ich mich aktuell konfrontiert sehe ist ein vierjähriger Bub, der am liebsten den ganzen Tag Süßes essen würde.


Und ehrlich gesagt: ich verstehe ihn. Vor sieben Monaten bin ich zum zweiten Mal Mama geworden. Seitdem ist unser Alltag (und mein Kopf) so voll, dass ich abends die Naschlade plündere. Warum sollte es also bei meinem Großen anders sein?


Gleichzeitig beschäftige ich mich gerade wieder intensiver mit dem Thema Beikost, der optimalen Nährstoffversorgung und meinem eigenen Energielevel und frage mich oft:


Wie schaffen wir es als Familie, in dieser besonderen Zeit eine gesunde Balance zu finden – ohne Druck, Verbote oder schlechtes Gewissen?


weihnachtsbaum

Denn Hand aufs Herz: Weihnachten ist nicht die Zeit für "perfekte" Ernährung. Es ist die Zeit des Zusammenseins, der Gemütlichkeit und Traditionen und des Genusses. Mir ist dabei wichtig, nicht mit Verzicht oder strengen Regeln durch die Tage zu gehen, sondern mit Achtsamkeit und dem Fokus auf das, was uns wirklich stärkt.


In diesem Blogpost möchte ich zeigen, warum gesunde Ernährung in der Weihnachtszeit durchaus möglich ist – nicht trotz, sondern wegen einer entspannten Haltung. Und wie wir als Familien zwischen Keksen, Schokolade und Festessen eine gute Balance finden können, die uns durch diese intensive Zeit trägt.


Weihnachtszeit = Ausnahmezustand?


Okay, Ausnahmezustand ist vielleicht übertrieben. Aber ich denke, wir können uns darauf einigen, dass in der Weihnachtszeit vieles anders läuft als sonst. Wir essen unregelmäßiger - dafür üppiger, es gibt mehr Süßigkeiten und Weihnachtskekse und aufgrund der Feiertage weniger Alltagsstruktur. Das kann beim ein oder anderen schnell das Gefühl auslösen, das alles „aus dem Ruder“ läuft.


Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist jedoch wichtig zu wissen: Ein paar Tage oder Wochen mit mehr Zucker und fettreicheren Speisen verändern keine langfristigen Essgewohnheiten. Weder deine, noch die deiner Kinder. Viel entscheidender ist es, wie wir den Großteil des Jahres über leben – und wie entspannt unser Umgang mit Essen ist.

Gerade für Kinder ist das entscheidend. Sie lernen nämlich nicht durch Regeln, sondern viel lieber durch Vorbilder. Ein gelassener Umgang mit Süßigkeiten vermittelt ihnen langfristig mehr Ernährungskompetenz als jedes Verbot.


Ein Beispiel:

Eine Freundin von mir lebt bewusst ohne Süßigkeitenverbot. Die Naschlade steht ihrem Sohn jederzeit offen. So kann er selbst entscheiden und sich bedienen, wenn er wirklich Gusto auf was Süßes hat. Und wenn er mal aus reiner Lust und Laune zugreift, merkt er schnell, dass es ihm danach gar nicht so gut geht. So entsteht Schritt für Schritt ein eigenes Körperbewusstsein. Und ist es nicht das, was wir uns in so vielen Bereichen des Lebens von unseren Kindern wünschen? Dass sie sich im sicheren Hafen der Familie ausprobieren dürfen, um später ihre eigenen Entscheidungen treffen zu können?


Oft entsteht durch das Loslassen mehr Raum. In diesem Fall mehr Raum für einen entspannteren, gesünderen Zugang. Auch wenn dieser Weg für viele auf den ersten Blick ungewohnt oder sogar gewagt erscheinen mag.


Wie schafft man es jetzt aber, das Ganze auf die Weihnachtstage umzumünzen?


weihnachtskekse


Für mich persönlich hat sich ein einfaches Prinzip bewährt:


1. Genuss erlauben

Kekse, Schokolade und Festessen gehören dazu – ohne Rechtfertigung und ohne schlechtes Gewissen. Sie sind Teil unserer Kultur und unserer Erinnerungen und dürfen sein!


2. Struktur beibehalten

Gerade bei Kindern hilft es, zumindest eine gewisse Grundstruktur zu bewahren: regelmäßige Mahlzeiten, ein nährstoffreiches Frühstück oder ein warmes Mittagessen.


3. Fokus auf Nährstoffe statt auf „verbotene“ Lebensmittel

Statt ständig darüber nachzudenken, was zu viel ist, lohnt es sich zu fragen: Was unterstützt unseren Körper gerade?


Wer kennt es nicht: die Schnupfnasen und das ständige Hüsteln unserer Kinder. Gerade jetzt – zwischen Kindergartenviren, wenig Schlaf und Weihnachtskeksen – merke ich, wie wichtig kleine Alltagsstützen sein können. Und ein Thema taucht dabei immer wieder auf: Omega-3. Besonders in der veganen Ernährung lohnt sich hier ein Blick auf die Versorgung.



Omega-3: Ein oft unterschätzter Nährstoff


Omega-3-Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle für:

  • die Herzfunktion: Einflussfaktoren für die Herzgesundheit sind die Fließeigenschaften des Blutes sowie Zellstoffwechselprozesse. Eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren weist darauf hin, dass diese Faktoren positiv beeinflusst werden können. EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei.

  • das Gehirn: Das Gehirn besteht zu einem hohen Anteil aus ungesättigten Fettsäuren. Aktuelle Studien zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren und einer verbesserten Gehirnfunktion. DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion bei.

  • die Sehkraft: Die Zellen im menschlichen Auge enthalten einen besonders großen Anteil an Omega-3-Fettsäuren. In vielen Studien konnte nachgewiesen werden, dass sich die Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren positiv auf die Sehkraft auswirkt. DHA trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei.

  • die Schwangerschaft und Stillzeit: Die Aufnahme von DHA durch die Mutter trägt zur normalen Entwicklung der Augen und des Gehirns beim Fötus und beim gestillten Säugling bei.


Gerade in herausfordernden Phasen – wie der Weihnachtszeit oder im ersten Jahr mit einem Baby – kann eine gute Omega-3-Versorgung einen wertvollen Beitrag leisten.


Pflanzliche Omega-3-Quellen wie Leinsamen oder Walnüsse liefern zwar Alpha-Linolensäure, doch die Umwandlung in die biologisch aktiven Formen DHA und EPA ist begrenzt und von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Gewicht und Stoffwechsel abhängig. Sie liegt im Schnitt nur bei ca. 0,5-10%, wovon ca. 5-10% in EPA und 0-1% weiter in DHA umgewandelt werden können. Deshalb kann eine vegane Omega-3-Supplementierung auf Algenölbasis sinnvoll sein – besonders für Familien.


Algenöl wird aus Mikroalgen gewonnen. Das hat den Vorteil, dass unser Körper direkt die lebensnotwendigen Fettsäuren aufnehmen kann. Inzwischen sind EPA und DHA in vielen hochwertigen Supplementen erhältlich. Ich selbst nutze am allerliebsten Kapseln und meine Kinder Jellys, weil sie zitronig-süß schmecken und an kleine Kaubonbons erinnern.


Entlastung statt Perfektion


Natürlich sind Nahrungsergänzungsmittel kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung – aber sie können entlasten, wenn der Alltag gerade wenig Spielraum lässt. Was du außerdem tun kannst, um entspannte Feiertage zu genießen, habe ich dir hier zusammengefasst:


  • Eine nährstoffreiche Mahlzeit pro Tag reicht häufig aus

    Sei es ein warmes Frühstück, eine Suppe oder ein ausgewogenes Mittagessen.

  • Kein Ausgleichen oder „Nachholen“

    "Gestern hast du zu viel Süßes gegessen, daher gibt es heute nur Gemüse". Dieser Ansatz ist weder für dich noch für dein Kind gesund.

  • Süßigkeiten nicht verbieten, sondern einbetten

    Sie sollten als Teil des Tages gesehen werden – nicht als Besonderheit, Belohnung oder Trost.

  • Unterstützung annehmen

    Ernährung muss nicht immer perfekt sein. Auch im Restaurant nebenan oder beim Lieferdienst findest du ausgewogene Speisen, die dich entlasten und dir mehr Zeit mit deinen Liebsten verschaffen.

weihnachtsessen

Feliz Navidad

Wenn ich eines aus dieser Zeit als Mama von zwei kleinen Kindern und als Diätologin immer wieder lerne, dann das: Gesundheit entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch Vertrauen. Vertrauen in unseren Körper, in unsere Kinder und in unseren gemeinsamen Weg als Familie. Die Weihnachtszeit darf laut sein, süß, unordentlich und voller Genuss. Und gleichzeitig dürfen wir uns unterstützen – mit nährstoffreichen Mahlzeiten, mit Entlastung im Alltag und manchmal auch mit gezielten Ergänzungen. Nicht, um etwas „auszugleichen“, sondern um gut für uns zu sorgen.


Wenn wir es schaffen, diese Tage mit mehr Gelassenheit als Kontrolle zu begleiten, dann schenken wir unseren Kindern UND uns selbst etwas sehr Wertvolles: einen entspannten, liebevollen Zugang zu Essen, der weit über die Weihnachtszeit hinaus wirkt.


Ich wünsche dir von Herzen ein wundervolles Weihnachtsfest und entspannte Feiertage!


Alles Liebe,

Verena



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