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Pinze vegan

Wir haben uns schon vor Ostern auf die Suche nach etwas ganz Besonderem gemacht: nach einem richtig guten Hefeteig-Rezept für unser eifreies und veganes Osterfest. Inspiriert durch ein tolles Brotbackbuch haben wir das Rezept ganz einfach veganisiert und Milch, 5 Eier, Butter und Honig durch pflanzliche Alternativen ersetzt. Das Ergebnis: Nicht nur wir, sondern auch Freunde und Familie sind begeistert von unserer osterlichen Köstlichkeit: vegane Pinze - fluffig, saftig und tierlos.

Bei uns braucht der Osterhase seine Eier nicht zu verstecken, denn die suchen wir ja gar nicht.



Bei der Rezeptsuche und -Entwicklung wurden uns echt die Augen geöffnet, denn bis Dato war uns noch nicht ganz soooo sehr bewusst, was diese eine besondere Zauberzutat für ein wirklich fluffiges Hefegebäck tatsächlich ist. Erstaunt, weil doch so einfach, haben wir festgestellt: es ist nichts anderes als die Zeit. Und es ist ja auch so logisch, denn die Hefe benötigt zum einen Zeit, um sich die Nährstoffe im Teig einzuverleiben und anschließend ausreichend Zeit, um Luft in den Teig zu pupsen. Erst, wenn der Teig ausreichend Zeit bekommt, sich in seiner Beschaffenheit zu verändern und zu wachsen, dann wird er auch beim Backen aufgehen und mit seiner Lockerheit überzeugen!



Eine lange Ruhephase von also mindestens 8 Stunden wird dein Hefegebäck richtig gut aufgehen und köstlich schmecken lassen! Solltest du deinen Teig im Kühlschrank vergessen, dann ist das auch überhaupt kein Problem, wir haben ihn auch schon über 24 Stunden ruhen lassen ;).


Unsere Suche hat also glücklicherweise noch vor Ostern aufgehört und wir freuen uns schon sehr, dadurch unseren ganz pflanzlichen Teil zur Osterjause beizusteuern. In diesem Sinne wünschen wir dir schöne Feiertage und sehr viel spaß beim Nachbacken und Schlemmen!


Unser Rezept ergibt 4 große Pinzen bzw. Striezel (siehe unten Inspirationen) oder viele kleine Pinzen und Striezel, je nachdem wie viel Teig du nimmst.

DU BRAUCHST:

Für den Vorteig

400g Weizenmehl

300ml lauwarme Sojamilch (nicht zu heiß, sonst verbrennt sich die Hefe die Finger)

1 ½ Packungen frische Hefe = 65g

1 TL Zucker

Für den Hauptteig

Vorteig, auch Dampfl genannt

700g Weizenmehl

150g Zucker

135g weiche Margarine

100ml Sojamilch

125ml Weißwein

1 TL Salz

2 EL Agavendicksaft oder eine andere Süßkraft

Etwas Sojamilch zum Bestreichen

Wenn du ihn gerne hast: Hagelzucker

LOS GEHT'S:

Für den Vorteig - aka Dampfl - die Hefe in der lauwarmen Sojamilch etwas auflösen und alle Zutaten miteinander verkneten. Am Besten gelingt dir das mit den eigenen Händen oder einer Küchenmaschine. Sollte der Teig an den Fingern kleben, gib noch etwas Mehl hinzu. Stell dein Dampfl gut abgedeckt beiseite und lass den Teig für circa 30 Minuten in Ruhe, damit er schön aufgehen kann.

Für den Hauptteig alle anderen Zutaten inklusive Dampfl vermengen und gut durchkneten, bis sich der Teig von der Schüsselwand löst. Das kann ein bisschen dauern, deine Fingermuskeln werden sich aber bestimmt freuen ;) Nachdem du ihn gut durchmassiert hast, kannst du deinem Hefeteig die versprochene Entspannungsphase gönnen und ihn gut abgedeckt für mindestens 8 Stunden im Kühlschrank chillen lassen.

Tick tack tick tack...

Nach den 8 Stunden (oder länger) teilst du deinen Teig in 4 gleichgroße Teile. Knete jeden Teigling gut durch, indem du ihn mit deinem Handballen von dir wegschiebst und ihn mit den Fingerspitzen von vorne wieder bis zur Mitte einklappst. Dein Ziel ist es, dein Teig 360° durchzukneten, deshalb drehst du den Teig nun leicht und machst weiter so, bis dein Ziel erreicht ist. Das nennt sich einen Teig rundwirken.

Lass deine 4 rohen Pinzen nun nochmal für eine Stunde bei Zimmertemperatur auf einem Backpapier entspannen. Nach einer halben Stunde kannst du sie mit Sojamilch bestreichen. Nimm dir nach dieser Stunde eine Schere zur Hand und schneide die einzelnen Teiglinge von der Mitte bis zum Rand ein, um ihnen die typische Form einer Pinze zu geben. Jetzt kannst du auch den Hagelzucker auf ihr verteilen.


Im Vorgeheizten Backofen bei 170° Umluft backen und nach 5 Minuten auf 160° reduzieren. Dann noch für 25 Minuten backen lassen und anschließend auf einem Gitter auskühlen lassen.

Mhhh.... Köstlich dieser Duft!

Inspirationen:

Striezel-Form Wenn du deinen Teig lieber in einer Striezelform (Hefezopf) backen möchtest, teilst du deinen Hauptteig in 4 gleichgroße Teile und jeden Teigling nochmal jeweils in 3 gleichgroße Teile, um diese auf deiner Arbeitsfläche zu Teigschnüren zu rollen und zu einem Hefezopf zu flechten.

Geschmack Abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone oder Bio-Orange mit in den Hauptteig einarbeiten bringt eine tolle Zitrusnote hinein.

Variation Cranberries, Rosinen oder kandierten Ingwer kannst du auch gerne mit in den Hauptteig einkneten, um dein Hefegebäck etwas zu variieren.

#ostern #striezel #pinze #festessen #hefezopf #soja

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mitbauchgefuehl, Wien, Österreich