• Cora

Vegan am Jakobsweg inkl. Packliste und Etappenplan

Aktualisiert: 31. Juli 2019


1 Rucksack, 2 Füße, 3 Freundinnen und 250 Kilometer.

Der Camino Portugues startet in Porto und geht bis nach Santiago de Compostela in Spanien.

Wir, das bin ich, Cora, und zwei Freundinnen, wollten die Herausforderung annehmen, 250 km innerhalb 12 Tagesetappen zu Fuß zurückzulegen und mehr über die Magie, die von diesem besonderen Weg ausgeht und von der alle reden, herauszufinden.

In diesem Eintrag erfährst du, ob und wie es möglich ist, sich am Camino vegan zu ernähren sowie alle Etappen, die wir zurück gelegt haben inkl. Tipps, an welchen Orten du richtig gut essen und schlafen kannst.

Außerdem findest du meine Packliste zum Download bereit gestellt, mit all den Dingen, die sich als sehr wichtig herausgestellt haben und was wir besser zu Hause gelassen hätten. Ich kann mit Stolz behaupten, meinen Rucksack echt super gepackt zu haben. Meiner Freundin Elli ging es auch so wie mir - aber unsere Katja dagegen... Ja, die hatte im wahrsten Sinne des Wortes schwer zu kämpfen! Am Weg hat sie schlussendlich insgesamt über 3kg per Post nach Hause geschickt ;)

Ich wünsche dir viel spaß beim Lesen und vielleicht auch beim Vorbereiten deines eigenen Caminos.

Vegane Ernährung auf dem Jakobsweg – geht das und wenn ja, wie?

JA, das geht! Du kannst dich am Camino vegan ernähren - es ist halt etwas mühsamer, aber es geht. Erstens bist du nicht aus der Welt und läufst vielen Supermärkten über den Weg, zweitens kannst du in jedem Restaurant einfach fragen, ob sie dir etwas anderes zubereiten können und drittens kannst du dir Nudeln, Salat, Pommes etc. bestellen und nimmst dir einfach deine eigene Eiweiß-Portion selber mit. Not macht erfinderisch ;)

Was du im Supermarkt fast immer an Eiweißquellen findest:

  • Linsen

  • Bohnen

  • Kichererbsen

  • Haferflocken

  • Sojamilch (haben vor allem die etwas größeren Supermärkte)

  • Nüsse

Wenn es in einer Stadt ein Reformhaus gibt, dann findest du dort auch Tofu, Veggie-Würstel und diverse Pflanzendrinks.

Das vegane Frühstück

...fällt in vielen Unterkünften mau aus. Es gibt Weißbrot, Marmelade und Cornflakes. Wenn du viel Glück hast gibt es auch frisches Obst. Leider gab es nirgends wo wir waren Haferflocken!

Alles-Esser oder Teilzeit-Veganer bekommen so gut wie immer Schinken und Käse, Toasts (meistens Buttertoasts), Muffins oder Croissants und teilweise auch Joghurts.

Sobald du anreist, würde ich in deinen Unterkünften fragen, ob sie Sojamilch („Leche de Soya“ und Soya spricht man wie Socha aus) fürs Frühstück haben. Viele haben sie tatsächlich und wenn nicht, ist der nächste Supermarkt hoffentlich nicht weit.

Bananen kannst du auch gleich mitnehmen, denn die sind der perfekte Energieboost für Zwischendurch und enthalten u.a. Magnesium für deine Muskeln, sie peppen deine Cornflakes auf und machen sie zu einem vollwertigeren Frühstück.

Auch Haferflocken könntest du mitnehmen, wenn du dich nach einem Müsli sehnst, das dich lange satt hält und vor allem eine zusätzliche Eiweißportion liefert.

Die Jause am Weg

... ist unbezahlbar. Wir haben gelernt, wie wichtig Pausen sind. Da wir den Camino gemütlich und ohne Stress angehen wollten, waren unsere Kaffeepausen und vor allem eine ausreichend lange Pause zum Mittagessen besonders wichtig.

Hier kommt deine Tupperbox zum Einsatz (siehe Packliste): Hülsenfrüchte werden meist in Gläsern verkauft. Um an Gewicht zu sparen, leer das Wasser ab und entsorge das Glas, wasch sie ab und transportiere sie in deiner Tupperbox. Wenn du ein kleines Picknick am Weg machen möchtest, kannst du dir darin - beispielsweise mit Zitrone und Tomaten - einen tollen Salat machen oder ein Baguette belegen.

Bananen - Lieblingssnack am Camino. Die Hatten wir immer dabei.

Natürlich kannst du dir auch einen kleinen Sojamilch-Tetrapack im Supermarkt mitnehmen oder in deiner Unterkunft abfüllen und dir mit Haferflocken, Früchten und Nüssen ein tolles Müsli zaubern. Mit deiner Tupperbox ist das kein Problem.

Das Essen in Restaurants

...entspricht nicht wirklich unseren Idealvorstellungen ;) Wenn du nichts Passendes in der Karte findest, oder es dir mal nicht nach in abgestandenem Fett gebrutzelten Kartoffelspalten und Salat gelüstet, dann frag einfach die Bedienung, ob es möglich ist, zum Gericht Bohnen oder Linsen dazuzubekommen, oder ob sie dir generell Reis mit Bohnen anrichten können (Arroz con Frijoles). Sie sind meistens super flexibel und haben überhaupt kein Problem damit.

Wenn dir ein Restaurant keine pflanzliche Eiweißalternative bieten kann, kannst du auch deine eigenen Kichererbsen zum Salat oder deine Bohnen zum Reis selbst mitbringen. Kein Grund sich unwohl zu fühlen, die Spanier und Portugiesen sind da super locker!

Selbst kochen

...geht in Unterkünften wie Hostels oder den typischen Herbergen oft sehr gut. Am besten informierst du dich vorab, ob eine Küche vorhanden ist, dann kannst du direkt am Weg noch einen Schlenker in einen Supermarkt machen.

Fazit: Sei kreativ und nicht gschamig.

In den Supermärkten findest du viele Möglichkeiten, dir vollwertige Speisen oder Jausen zuzubereiten. Im Vergleich zu einem Alles-Esser hast du vermutlich etwas mehr Aufwand,aber das geht auch anderen so, die sich bewusst ernähren und nicht immer nur Baguette mit Käse und Schinken essen wollen.

Und in deinen Unterkünften sowie in Restaurants einfach immer fragen - koscht ja nix.

Tipp: Hab immer ein bisschen Salz dabei (diese kleine Packungen aus Cafés oder Restaurants), wir haben das Essen als eher unsalzig empfunden.


Los geht's - im wahrsten Sinne des Wortes

Unser Etappenplan

Um einen guten Überblick zu bekommen, habe ich dir unsere 12 Tages-Etappen aufgelistet inkl. Tipps zum Weg an sich und wo du gut essen und schlafen kannst.

Weil sich viel über die genaue Kilometer-Anzahl streiten lässt (mehr dazu in der Packliste), schreibe ich keine Kilometerzahlen zu den Etappen.

Wenn man in 12 Tagen in Santiago sein möchte, sollte man täglich um die 21 km gehen. Manchmal wirst du ein bisschen mehr gehen (wollen) und manchmal weniger.

Am Camino in Portugal hast du 2 Möglichkeiten zu pilgern:

1. Du kannst den Caminho Portugues Central, also den zentralen Camino durchs Landesinnere gehen, für den sich die meisten (Erst-)Pilger entscheiden. Wahrscheinlich vor allem, weil er wirklich gut markiert ist und du mit den typischen gelben Pfeilen nach Santiago geleitet wirst.

2. Oder du gehst den Küstenweg. Auch hier wirst du dich, trotz der etwas weniger vorhandenen Pfeile, nicht verlaufen, denn du musst dich ja nur in der Nähe des Meeres aufhalten ;) Dieser Küstenweg geht ab circa der Hälfte des gesamten Weges auf den zentralen Jakobsweg über und ist nur ein paar wenige Kilometer länger. Eine meiner Busenfreundinnen ist diesen Weg gegangen und schwärmt davon. Sie meint, dass du den Weg locker bis nach Vigo verlängern kannst, um dann in Redondela auf den zentralen Weg zu kreuzen.

Wir haben uns für den zentralen Weg entschieden.

Tag 0: Porto

Bevor es losgeht, nimm dir ruhig auch einen Tag für Porto Zeit, denn das ist so eine hübsche kleine Stadt. Wir haben uns im Hostel selbst etwas zu essen gemacht, gleich nebenan gab es aber ein veganes Restaurant: DaTerra - war bumvoll.

Kurze Überlegung vor dem Start:

Gehst du die ersten 1,5 Tage an der Küste entlang oder direkt durchs Landesinnere? Ich empfehle dir, die ersten 1,5 Tage an der Küste entlangzugehen und erst in Vila do Conde auf den zentralen Weg über zu schwenken. Der Abschnitt von Porto nach Rates soll im Landesinneren nicht schön und zudem auch gefährlich sein. Der Weg führt entlang einer Autobahn, die mit Steinwänden begrenzt ist und die Portugiesen fahren wie die versenkten Säue! :D

Tag 1: Porto - Lavra

Du startest an der Kathedrale in Porto, mit deinem ersten Stempel im Pass und hast gleich zu Beginn 2 Möglichkeiten:

Entweder gehst du entlang des Wassers, bis du nach 5 km das richtige Meer erblickst. Oder du sparst dir gleich schon die ersten 5 km und fährst mit einer alten Straßenbahn aus Porto hinaus bis zum Meer. Sobald du am Meer bist, ist der Weg an der Küste ein Traum!

In Lavra haben wir auf dem einzigen Campingplatz übernachtet, den es dort gibt und können ihn echt empfehlen! Ca. 8 € / Person. Ein Supermarkt liegt am Weg und ist nicht weit entfernt.

Tag 2: Lavra - Vila do Conde - Arcos (kurz vor Rates)

Wir wollten bis nach Rates, haben aber in Arcos eine so wundervolle Pension im alten Klostergemäuer entdeckt, die umgeben von Weinreben gelegen ist. Für 70 € zu dritt inkl. Frühstücksbuffet, wurde uns sogar die Wäsche gewaschen und getrocknet. Da wir vorher auch noch 3 Tage in Lissabon verbracht haben, kam uns das natürlich gerade recht. Diese Unterkunft ist der absolute Wahnsinn und ich kann sie dir nur ans Herz legen! Manchmal darf man auch ein bisschen #luxuspilgern.

Weil wir noch vor dem offiziellen Frühstück aufbrechen wollten, wurde uns abends ein Lunchpaket gerichtet und Kaffee, Tee, Obst, etc. im Frühstücksraum bereitgestellt. Auf Nachfrage nach etwas Sojamilch hat uns der Chef sogar einen ganzen Liter gegeben, weil wir ja sicher auch am Weg noch Durst bekommen ;) Außerdem hat er erzählt, dass sie auf diesem wundervollen Plätzchen Erde bald eine Hochzeit abhalten und bereiten alles glutenfrei zu, da das Paar Zöliakie hat. So eine tolle Unterkunft haben wir in dem kleinen Nest wirklich nicht erwartet.

#quintasaomigueldearcos

Tag 3: Rates – Barcelos

Herberge für 5 € die Nacht.

Nicht jeder ist der Herbergen-Typ. Wir haben entschieden: Wir sind es nicht ;)

Wir wollten es unbedingt ausprobieren, denn das gehört ja schließlich zum Pilgerleben dazu. Aber nachdem wir wenig Schlaf bekamen und vor 6 Uhr geweckt wurden, weil sich einige Pilger schon in der Morgendämmerung auf den Weg machten, haben wir uns gegen Herbergen entschieden und nur mehr in kleineren Mehrbett- oder Dreibettzimmern übernachtet. So haben wir uns Zeit lassen können und vor allem einen guten Schlaf bekommen – es ist immerhin unser Urlaub!

Wenn du gerne in Herbergen übernachtest und vor allem eher in der Hauptsaison unterwegs bist, solltest du schon relativ früh im nächsten Ort sein, um dir noch ein Bett zu ergattern.

Tag 4: Barcelos – Portela del Tamel – Unterkunft: Estabulo de Valinha

Das war ein wundervoller Tag mit einem langen Essensstop in Portela del Tamel und einem weiteren 10 km Marsch zu einer Unterkunft, die wir als Oase beschrieben haben. Es war einfach herrlich dort mitten in den Weinbergen anzukommen und vor dem Abendessen noch ein bisschen Yoga zu machen, Bierchen zu trinken und einfach die ersten Tage pilgern sickern zu lassen. Wir haben über booking.com im Vorhinein gebucht. Die Chefin kochte abends zwei Gerichte - eines mit, eines ohne Fleisch. Für Pflanzenesser gab's was Tolles: Salat und Spaghetti mit Gemüse. Zwar ohne pflanzliche Eiweißportion, aber gut war es allemal! Am Liebsten hätten wir uns in der Küche selbst etwas gekocht, aber der nächste Supermarkt war dann doch 15 Minuten entfernt. Das hört sich jetzt vielleicht wenig an, aber zu der Zeit haben meine Knieschmerzen begonnen und dann sind auch 15 Minuten am Ende der Tagestour lang :D

Tag 5: Unterkunft: Estabulo de Valinha - Labruja

Der Tag startete ultra gut – mit einer Yoga-Session im Gras, Kaffee (!) und Blick auf die Reben. Und er verlief weiter ziemlich schön, denn es ging endlich mal ein wenig bergauf in kleinere Dörfer, umgeben von Weinreben. In Labruja haben wir in einer privaten Herberge in einem 5-Bett-Zimmer übernachtet (O Conforto). Mit uns im Zimmer waren zwei ältere sympathische Damen. Sobald wir eingeschlafen waren, fand ich sie nicht mehr so sympathisch :D Die eine begann zu Schnarchen und sobald etwas Ruhe herrschte, setzte die andere direkt in ihre Pausen ein. Ich hab mich dann mit all meinem Zeug ins Wohnzimmer verzogen und schlief ganz gut auf einer schmalen gepolsterten Bank.

Kurz vor der Unterkunft gibt es einen kleinen Supermarkt, falls man sich etwas zu essen mitnehmen möchte, denn die Chefin kocht eher Fisch und Fleisch. Zum Frühstück gab es hier leider nur Buttertoast mit Marmelade und Kuchen.

Tag 6: Labruja – Valenca

Was für ein wunderschöner Weg! Viel Wald und viel bergauf, ich liebe bergauf. Aber man muss natürlich auch alles wieder bergab gehen... Halleluja, sorry liebe Knie!

Valenca ist ein richtig hübsches Festungs-Städtchen und liegt direkt an der spanischen Grenze.

Tag 7: Valenca - O Poriño

Juhuuu, endlich in Spanien - wir können uns verständigen :) Ich liebe ja die portugiesische Sprache, aber reden kann ich leider kaum ein Wort.

Dieser Weg war teilweise sehr schön, aber auch etwas zach!

Wunderschön waren die Strecken durch den Wald, mit der Möglichkeit, in einem erfrischenden Fluss die Füße oder gleich den ganzen Körper abzukühlen.

Aber leider gingen wir auch sehr viel auf Asphalt und entlang der Autobahn. Das hat uns nicht so gut gefallen.

Tag 8: O Poriño - Redondela

Diese Etappe ist schön, allerdings gibt es einige Stellen, die relativ steil bergab gehen.

Zum Essen kann ich dir mein absolutes Highlight empfehlen: Das Cafe Corisco in der Albergue o Corisco. Hier kann man also auch übernachten. Die liebe spanische Mama in der Küche hat mir so ein verdammt gutes Essen gezaubert, das Beste auf dem ganzen Weg! Ich hab einfach gefragt, ob ich Reis und Bohnen haben könnte (Arroz y Frijoles) und hab es bekommen. Sooooo gut, ehrlich!


In Redondela haben wir bei der wundervollen Rosa in ihrer Albergue Rosa D'Abreu

übernachtet.

Veganes gabs hier nicht wirklich. Als wir ihr am Abend geholfen haben, Bohnen vom Acker ihrer Mama zu schälen, hat sie uns gleich mal Brote mit Käse und Schinken überbacken. Aber wenn man ihr zuvor mitteilt, dass man das nicht isst, wird sie es verstehen. Ihre Pension ist dennoch wirklich entzückend, so wie sie selbst und ein extra-Plus: sie massiert auch ;)

Tag 9: Redondela - Pontevedra

Da Redondela an einer Meeresbucht liegt, war der Weg durch die Küstendörfer wirklich sehr hübsch.

In Pontevedra gibt es ein Reformhaus, noch vor dem Stadtkern.

Tag 10: Pontevedra - Caldas de Reis

Leider kann ich nicht mehr sagen, wie das Restaurant hieß, in dem wir an diesem Tag zu Mittag gegessen hatten. Aber es war bei Mister Creepy-Messi. Zuerst haben wir es garnicht wahrgenommen, weil viele andere Pilger dort ebenfalls gesessen sind und es sah auf den ersten Blick nett aus. Beim zweiten Mal hinschauen haben wir gemerkt, dass wir in einem so zugestellten Hof saßen mit so viel Zeugs, dass es einen schier überfordert hat. Die Atmosphäre war witzig und auch Mister Messi ist eigentlich ein total cooler Typ mit trockenem Humor. Man hat es ihm nicht zugetraut, aber er hat einen wirklich 1a Salat gezaubert (mit Chia-Samen?! Sowas hab ich sonst nirgends gesehen) und ein super Ratatouille mit leider nicht ganz durchgekochten Kartoffeln. Ich hab das Ei dazu abbestellt, worauf er mich böse angeschaut und gesagt hat, dass mir damit die wichtige Eiweiß-Portion entgehe. Aber ich hatte meinen Tofu dabei, also alles halb so wild ;)

Wenn du ihn zufällig entdecken solltest, bitte schreib uns wo genau sein Schuppen ist!

Tag 11: Caldas de Reis - Padron

Auf zum letzten Stop vor Santiago. Die Kilometer werden immer weniger und weniger. Dieses Gefühl, das sich in einem breit macht und das Wissen, dass man das Ziel wirklich vor der Nase hat, sind irre!

Tag 12: Padron – Santiago de Compostela

Unser Vorhaben, um 4 Uhr aufstehen, um für die Pilgermesse um 12 Uhr rechtzeitig in Santiago de Compostela zu sein, haben wir erfolgreich im Rioja ertränkt. Aber man muss nunmal die Feste feiern wie sie fallen und das Bedürfnis, auf unsere letzte Etappe anzustoßen, war nunmal größer als alles andere :D

Und dann.... dann hast du ganz plötzlich dein Ziel erreicht! Die letzten Kilometer verlaufen durch die Stadt, bis du durch ein hübsches Gässchen direkt auf den Platz mit der wunderschönen Kathedrale von Santiago de Compostela spazierst.

In Wahrheit gibt es in Santiago täglich Pilgermessen um 12 Uhr und freitags sogar auch noch eine um 19.30 Uhr. Diese Messen sind ganz besonders, denn hier kannst du den Botafumeiro bestaunen, ein riesiges Weihrauchfass, das an langen Seilen durch die Kirche geschwungen wird. Mächtig!

Mein Fazit:

Die vielen Straßen, auf denen man gehen musste, waren wirklich sehr ernüchternd für mich, denn ich erwartete mir weit aus mehr Schotter, Wald und Wiesen. Es gibt jedoch auch ganz viele wundervolle Landschaften und Städtchen, die zum Träumen einladen! Wer also gerne diesen Camino gehen möchte, sollte sich davon nicht abschrecken lassen.

Der Camino Portugues ist ein Weg, der ganz stark im Nachhinein wirkt.

Ich bin sehr dankbar, vieles gelernt zu haben - über mich selbst, das Leben und meine wundervollen und lustigen Mit-Pilgerinnen (Danke an euch!) und bin stolz darauf, die 250km gegangen zu sein.

Zu wissen, dass man alles, was man benötigt (abgesehen von Luft und Liebe) in einem Rucksack täglich mit sich trägt, ist wirklich eine tolle Erkenntnis. Ich habe es sehr genossen, so ganz minimalistisch unterwegs zu sein, denn - und jetzt aufgepasst: Der Mangel an Mangel ist im Alltag manchmal ein richtiges Luxusproblem.

BOM CAMINHO in Portugal und BUEN CAMINO in Spanien


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