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Unser veganer Beikoststart & Breirezept

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Hallihallo!

In meinen letzten Blogposts habe ich dir viel über meine vegane Schwangerschaft und die Stillzeit erzählt. Nun möchte ich diese Reihe gerne fortsetzen, denn hey, es sind schon wieder etliche Wochen ins Land gezogen. Wochen, die besonders aufregend für mich waren und in denen ich wahnsinnig viel lernen durfte. Ich möchte dir heute nämlich über unseren veganen Beikoststart erzählen. Ganz ehrlich, ich habe selten auf etwas so hingefiebert, wie auf den Zeitpunkt, an dem der Babyboy zum ersten Mal etwas anderes zu essen bekommt außer Muttermilch. Wann es soweit war, wie wir gestartet haben und welche Aha-Momente es gab, erfährst du in diesem Beitrag. Am Ende wartet noch dazu eines meiner liebsten Breirezepte auf dich. Viel Freude beim Lesen!


Roter Smoothie mit Ingwer fürs Immunsystem @mitbauchgefuehl


Wann ist der richtige Moment, um mit Beikost zu starten?

Geht es nach der DGE, so sollte zwischen der 17. und der 26. Lebenswoche, sprich zwischen Beginn des 5. und 7. Lebensmonats, mit Beikost gestartet werden. Die Empfehlung der WHO lautet, 6 Monate lang voll zu stillen oder Pränahrung zu geben und dann die feste Nahrung einzuführen. Das Allerwichtigste dabei ist jedoch, dass dein Baby für Beikost bereit ist. Dafür gibt es ein paar klare Anzeichen:

  • das Baby zeigt Interesse am Essen

  • die Hand-Mund-Koordination funktioniert gut

  • der Kopf kann alleine gehalten werden

  • es ist kein Zungenstoßreflex mehr vorhanden

Mein Kleiner hat all diese Reifezeichen erfüllt und mir ganz deutlich gezeigt, dass er das Essen von Mama und Papa spannend findet. Er hat auf unserem Schoß sitzend auf unsere Teller gegriffen und mit Argusaugen beobachtet, wie die Gabel in den Mund geschoben wird. Und so haben wir uns in seinem 5. Lebensmonat an den ersten Brei rangetraut.


Ich war viel aufgereger als er!

Es war im Übrigen gar kein Brei, den mein Sohn als erstes Lebensmittel kennenlernen durfte, sondern Apfel. Denn bevor ich überhaupt den ersten offiziellen Brei zubereitet habe, war der kleine Mann so gierig auf den Apfel, von dem ich gerade genüsslich abgebissen hatte, dass ich ihn daran habe saugen lassen. Da er den Geschmack augenscheinlich gut fand (er wollte den Apfel gar nicht mehr hergeben), habe ich ihm am nächsten Tag den ersten Karottenbrei angeboten. Ich war so aufgeregt! Wie würde er wohl die andere Konsistenz, die andere Farbe und den anderen Geschmack finden? Er fand es gut! Somit gab es von diesem Tag an immer eine Kleinigkeit für ihn. Mal Karotten-, mal Pastinaken- oder Kürbisbrei. Ich habe mich ausprobiert und vor allem darauf geachtet, was dem kleinen Herren am besten schmeckt und ihm gut bekommt. Um Zeit zu sparen und nicht jeden Tag diese Miniportiönchen frisch kochen zu müssen, habe ich den fertigen Brei in Eiswürfelförmchen gefüllt und eingefroren. Das war sehr praktisch und kann ich nur wärmstens empfehlen.


Routinen, Baby!

Wir Menschen sind bekanntlich Gewohnheitstiere - und somit sind auch für unsere Babys Routinen total wichtig. Ich habe darauf geachtet, dass ich meinen Sohn nicht zwischendurch füttere und er dann alleine isst, sondern dass wir mittags zusammen essen. Ziemlich schnell habe ich bemerkt, dass es nicht nur beim Mittagsbrei bleiben kann, denn er hat mir signalisiert, dass er es gemein findet, wenn ich morgens neben ihm mein Porridge futtere und er nichts bekommt. Daher habe ich ihm zum Frühstück etwas geriebenen Apfel, später auch Obst mit Getreide angeboten, damit er nicht leer ausgeht. Im Laufe der Zeit kam abends dann auch noch ein veganer Milchbrei dazu, der ihm besonders gut geschmeckt hat (das Rezept findest du am Ende des Beitrags) sowie Stück für Stück mehr Fingerfood. Achja, und ganz wichtig: ich habe nebenbei selbstverständlich weitergestillt.


Beikost und nicht Anstatt-Kost

Ein Satz, den alle stillenden Mamis in den Ernährungsberatungen immer von mir hören ist, dass es "Bei"kost und nicht "Anstatt"-Kost heißt. Die Beikost soll eine Ergänzung zur Muttermilch bzw. Formula-Nahrung sein und hat nicht den Anspruch, diese komplett zu ersetzen. Gerade im ersten Lebensjahr ist Mutter-/Formularmilch immer noch die Nummer 1 Nahrungsquelle für dein Baby! Es ist zwar richtig, dass vor allem der Eisen- und Zinkgehalt in der Muttermilch ab einem gewissen Punkt nicht mehr ausreichend für den steigenden Bedarf unserer Babys ist, jedoch sollte man Stress in Puncto Essen so gut es geht vermeiden. Ich weiß aus Erfahrung, dass das gar nicht so einfach ist, denn viele Kinderärzt:innen vermitteln oftmals den Eindruck, dass man jetzt wirklich unbedingt mit Beikost starten sollte. Das halte ich jedoch für kontraproduktiv, denn dadurch wird nur Druck bei den Eltern erzeugt, der letzten Endes auf das Baby übertragen wird und der die positive Beziehung zu Essen und Nahrungsaufnahme abseits der Brust/des Fläschchens gefährden kann.


Daher ist es ganz beruhigend zu wissen, dass es gerade am Anfang noch nicht ums Sattwerden geht. Die Beikost ist ein Lernprozess und unter anderem sehr wichtig für die Gehirnentwicklung sowie die Vorbeugung von Allergien. Und ja, es geht auch um die Zufuhr von Eisen und Zink abseits der Muttermilch. Anfangs reichen jedoch noch kleine Portionen aus.


Mein Baby gibt den Ton an

Eines der Dinge, die ich gelernt habe ist, dass ich so viel perfekt ausgeklügelten Brei anbieten kann wie ich möchte. Wenn der dann verschmäht wird, landen die guten Nährstoffe nicht beim Baby, sondern der Brei auf dem Boden. Umso mehr wurde mir nochmal deutlich, dass ein entspannter Zugang zu diesem Thema wichtig ist. Wir haben sogar mal 2 Wochen komplett mit Beikost aufgehört, weil das Interesse von einem Tag auf den anderen plötzlich nicht mehr da war. Auch das war ok und hat ihm in keinster Weise geschadet, denn danach ging es mit frischer Energie auf Erkundungstour.



Du als Mama gut versorgt

Auch wenn dein Baby langsam zu essen beginnt, solltest du nicht auf dich vergessen! Die Vitamine und Mineralstoffe sowie auch die Fettsäuren in der Muttermilch sind nämlich direkt davon abhängig, was du täglich isst. Darum ist es so wichtig, dass du dich als Mama weiterhin gut um deine Ernährung kümmerst und dich mit den wichtigen Nährstoffen versorgst.


  • Achte auf hochwertige Fette in deiner Ernährung. Diese findest du in Form von Alpha-Linolensäure in Rapsöl, Walnüssen, Chia- oder Leinsamen. Zusätzlich solltest du die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA über ein angereichertes Algenöl direkt zuführen, da diese beiden Fettsäuren für die Augen-, Gehirn- und Nervensystementwicklung deines Babys eine wichtige Rolle spielen. Da wir diese beiden Fettsäuren nur eingeschränkt selbst bilden können, die Muttermilch jedoch wie bereits erwähnt davon abhängig ist, dass du ausreichend davon zu dir nimmst, stellst du durch ein Algenöl mit DHA-Anreicherung sicher, dass auch wirklich genügend DHA in deiner Muttermilch und somit bei deinem Sprössling landet.

  • Auch Vitamin B12 und Vitamin D solltest du weiterhin ergänzend supplementieren.

  • Ebenso sollte auf eine ausreichend hohe Jod- und Selenzufuhr geachtet werden - entweder über Lebensmittel wie jodierstes Speisesalz, Algen oder Paranüsse bzw. über Supplemente.

Apropos Supplemente: ab dem Beikoststart sollte auch dein Baby ein geeignetes Vitamin-B12-Supplement erhalten, sofern es vegan ernährt wird. Wende dich hierzu gern an mich, wenn du Fragen hast oder unsicher bist.

Roter Smoothie mit Ingwer fürs Immunsystem @mitbauchgefuehl

Abendbrei-Rezept

Zum Abschluss verrate ich dir noch den liebsten Abendbrei meines kleinen Wirbelwinds. Den hat er schon damals geliebt und tut es noch heute. Mal verwende ich Grieß, mal Haferflocken. Je nach Lust und Laune. :)


DU BRAUCHST

150ml Sojadrink

1 TL Cashewmus

5 EL Dinkelgrieß oder 3-4 EL feine Haferflocken

1-2 EL Obstmus oder zerdrückte Banane


SO GEHT'S

Den Sojadrink zum Kochen bringen, einen Teelöffel Cashewmus sowie das Getreide hinzufügen, cremig rühren und mit 1 bis 2 Esslöffel Obstmus vollenden. Schon ist dieser Brei fertig und führt vielleicht auch dazu, dass dein Schatz ein volles Bäuchlein hat und dadurch die erste Schlafphase etwas länger andauert. Ein netter Nebeneffekt, wie ich finde. ;) Viel Freude beim Ausprobieren!


Solltest du Unterstützung in Sachen Beikost benötigen, bin ich immer gerne für dich da.

Alles Liebe,

Verena








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